Linux

für Server, Workstation und mobile Anwendung

Linux auf dem Notebook

4.Sep.2010 von Daniel Reiche

Die vielseitigste Computerinstallation ist die eines Notebook-PCs. Dieser PC soll ohne Hintergrundwissen nutzbar sein, und dies für eine breite Aufgabenpalette: Vom Netzwerk über Multimedia, Entwickler-Platz und Office- bis hin zum SpielePC. In allen Fällen muss sich der normale Anwender bei der Bedienung umgewöhnen, denn er ist an Windows gewöhnt und muss nun ein wenig anders denken und ticken. Diese Andersartigkeit beginnt beim 3D Desktop und endet beim Mehrplatzbildschirm.

Trotz umfangreichem Angebot wird Linux auf Notebookrechnern noch eher zögerlich eingesetzt, da das System sich vom vorherrschenden Konkurrenten unterscheidet und deswegen, wie bereits angedeutet, eine gewisse Einarbeitungszeit notwendig ist. Immerhin beachtenswert scheint, dass die beiden weit verbreiteten Umgebungen GNOME und KDE unterschiedlichen Benutzerrichtlinien unterliegen. Durch die Auslieferung vorinstallierter Systeme, wie Ubuntu, wuchs die Linux-Verwendung auf Desktoprechnern wie Notebooks von 2007 bis 2008 um fast ein Drittel. Mit der Schaffung des openSUSE-Projekts wurde die Entwicklung von Suse Linux öffentlich gemacht, wodurch jeder Nutzer eines Notebooks auch die Alpha- und Beta-Versionen von Linux testen und gefundene Fehler melden kann. Weiterhin kann man sich im Rahmen dieses Projekts jetzt auch aktiv an der Entwicklung beteiligen, indem man via Blog oder anderer Kommunikation darüber diskutiert. Auch am Schreiben der openSUSE-Dokumentation kann man sich beteiligen und dadurch Veränderungen herbeiführen. Ausgezeichnet ist auch die Resistenz gegen Viren und andere Eindringlinge.
Praktisch gesehen sind beispielsweise Teile wie Gnome und KDE schon zwei ziemlich fette Programme, die so ein kleines älteres Notebook glatt zerdrücken, wenn man sie auf dessen Festplatte legt. Aber auch hier gibt es praktikable Lösungen. Wenn man Ubuntu grundsätzlich sympathisch findet, dann sollte man dabei bleiben und das System nach und nach den eigenen Bedürfnissen und Anforderungen anpassen. Man findet so Ubuntu Derivate mit einer leichtgewichtigen Desktop-Umgebung. Diese wird auf jedem Notebook, auch auf schwachbrüstigen Modellen, sicher und flüssig laufen, und es sieht auch noch relativ schick aus.

Add A Comment